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- SELTENE PFERDERASSE IN PORTUGAL - DIE GARRANOS
Als ich im letzten Jahr ueber die Pferdemesse von Golega spazierte, bewunderte ich die tollen Lusitanos und Sorraias, die dort von den verschiedenen Gestueten praesentiert wurden. Am Pavillion des Gestuetes von Alter blieb ich verdutzt stehen. Was war denn das? Braune Wuschelponies mit Mausoehrchen und dickem Schopf, etwa eine Isi-Kaltblutmischung?
Mein Interesse war geweckt und ich machte mich auf die Suche nach dem Direktor, der ja wissen sollte, was sein Gestuet so ausstellt. Verbluefft hoerte ich zu, als er mir von einer uralten Rasse erzaehlte, von der ich noch niemals etwas gelesen hatte. Es ist eine der wenigen Pferderassen, die nicht von arabischen Vollbluetern abstammen oder mit arabischen Blutlinien veredelt wurden. Schon die Kelten hatten sie als Trag- und Lasttiere genutzt und bis heute werden sie in Nordportugal als halbwilde Herden gehalten. Ebenso wie die Sorraias war diese urspruengliche Pferderasse vergessen und fast ausgestorben. Erst 1994 hat man sich von staatlicher Seite wieder auf sie besonnen und ein Stutbuch eroeffnet. Seitdem werden die wenigen kleinen Garrano Zuechter bezuschusst und auf einigen der portugiesischen Staatsgestueten findet man mittlerweile auch wieder Garranohengste Deckeinsatz. Dank dieses Einsatzes, gibt es heute wieder ein Bestand von ca. 2000 Garranos. Die meisten von ihnen leben halbwild in den Bergen Nordportugals in kleinen Gruppen mit Leitstute und Hengst und geniessen ihre Freiheit. Zwei Mal im Jahr werden sie zusammengetrieben und die neugeborenen Fohlen registriert. Wow, das wuerde ich mir gerne einmal ansehen...
Leider war dies schon mein letzter Tag in Golega und es blieb mir keine Zeit mehr, mit den Garrano Zuechtern sprechen oder mir andere Tiere anschauen. Daher bat ich meine Kollegin Karin Boldt, sich für mich auf die Faehrte der Garranos zu setzten. Das tat sie nicht nur waehrend der Pferdemesse und brachte einige schoene Stand- und Portraitfotos mit nach Hause. Sie fuhr in diesem Fruehjahr extra noch einmal nach Portugal, um die Zuechter dieser kleinen braunen Pferde zu besuchen und dort zu fotografieren. Sie stieg auf die Berge und beobachtete die kleinen Herden mit der Kamera - glueckliche Pferde in einer rauen und felsigen Umgebung. Garranos sind wundervolle Fahrpferde, das zeigte ihr Antonio Crispiris mit seinen beiden Hengsten Ziro und Vitoroso. Auf dem halbstaatlichen Gestuet Barcelos fotografierte sie besondere Deckhengste und deren Nachwuchs.
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Ihr ARCHIV BOISELLE
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